Antworten der Parteien auf die LAGF-Fragenaktion zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt

Die LAGF hat inzwischen die Antworten auf ihrer Webseite https://www.familieninfo-sachsen-anhalt.de/ veröffentlicht. 

Der CVJM Familienarbeit Mitteldeutschland e.V. hat die Antworten aller im Landtag von Sachsen-Anhalt vertretenen Parteien darüber hinaus in einem Blog https://cvjm-familienarbeit.de/blog/was-die-parteien-familien-versprechen-und-was-sie-offenlassen/ zusammengefasst. 

Auszüge aus den Antworten der Parteien und dem Blog

Bei der Bedeutung von Familienzentren, wohnortnahen Kitas oder dem Leben auf dem Land sind sich die Parteien grundsätzlich einig, nur die Wege sind unterschiedliche. 

Unterschiedliche Planungen zur Schulsozialarbeit

Grundsätzlich unterschiedlich sieht es bei der Schulsozialarbeit aus. Die FDP will z.B. die Schulsozialarbeit in flexible Pro-Kopf-Schulbudgets überführen und die Entscheidung den Schulen überlassen. Die AFD ist grundsätzlich gegen die Schulsozialarbeit. "Sozialarbeit ist keine Aufgabe der Schule" und hätte nur Platz an Brennpunktschulen.

In der Schulpolitik zeigen sich klare Unterschiede. 

Alle Parteien, außer der AFD versuchen zukunftsorientierte Vorschläge zu entwickeln.  

Die AfD stellt sich gegen diesen Modernisierungskonsens: „Bildung lebt nicht von Innovation, sondern von Tradition.“ Digitale Kompetenzen existierten nicht als eigenständige Fähigkeit, neue Kompetenzbegriffe täuschten über „Bildungsverfall“ hinweg. Zudem will die Partei die Inklusion beenden, Sonderklassen für Flüchtlingskinder einrichten und Schulen zu „politischer Neutralität“ verpflichten. Eltern sollten wissen: Hinter der Vokabel „Tradition“ steht hier ein Umbau des Schulsystems, der Kinder mit Behinderung und Kinder mit Fluchtgeschichte aus dem gemeinsamen Unterricht herausnehmen würde.